Ärztl. Psychoanalytikerin (PA und TP)

Ärztliche Psychoanalytikerin, ärztlicher Psychoanalytiker (Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie)

Die Aus- und Weiterbildung zur Psychoanalytikerin oder zum Psychoanalytiker folgt den Weiterbildungsrichtlinien der DPGT. Neben Psychoanalyse lehren wir auch tiefenpsychologische Behandlungstechnik und -praxis. Die Psychoanalyse zeichnet sich durch eine besondere Beachtung der Arbeit mit der Übertragung, der Regression und dem Dort und Damals aus. In der Tiefenpsychologie werden begrenzte Therapieziele gesetzt. Hier wird fokussiert und die Regression kontrolliert: Die Schwierigkeiten im Hier und Jetzt stehen im Vordergrund der Arbeit.
Die Voraussetzung für Weiterbildung in Psychoanalyse ist der Erwerb des Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie oder des Facharztes für Psychosomatik. Wenn dieser bereits vorliegt, dann finden Sie die Bedingungen der Weiterbildung HIER.
Hier wird die gemeinsame Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und Psychoanalyse beschrieben. Diese Weiterbildung hat zwei mögliche Ziele:

  • Psychoanalyse und Psychotherapieteil des Facharztes für Psychosomatik und Psychotherapie (Teile der Anforderungen werden in stationären Einrichtungen abgeleistet).
  • Psychoanalyse und Psychotherapieteil des Facharztes für Psychiatrie (Teile der Anforderungen werden im Stationsdienst und über den WVPPH abgedeckt),

Da Sie einen Facharzt und eine Zusatzbezeichnung erwerben, müssen Sie für beides die Bedingungen erfüllen und zwei Prüfungen ablegen.


Curriculum

Praxis: 20 Erstinterviews unter Supervision,
Insgesamt:  1000 Stunden Psychotherapie mit 200 Stunden Supervision
Mindestens: 600 Stunden Psychoanalyse, mindestens 150 Stunden Supervision.
Zwei Behandlungen länger als 250 Stunden. Mindestens 6 Behandlungen.
Lehrtherapie: In der Regel die Weiterbildung begleitend mit drei Wochenstunden
Theorie: Das Curriculum umfasst 10 Semester und 600 Stunden Seminar
Die Aus- und Weiterbildung beginnt mit der einführenden Propädeutik: Übungen zur psychodynamischen Diagnostik. Dieses Seminar soll Sie in Thema und Institut einführen.
Die theoretischen Grundlagenseminare haben verschiedene Themen der Tiefenpsychologie: u.a. Allgemeine und spezielle Neurosenlehre, Entwicklungspsychologie, Psychoanalytische Persönlichkeitslehre, Krisenintervention, Suizidalität, Psychosomatik, Psychotherapie in verschiedenen Lebensaltern, Frühe Störungen Borderline, Narzissmus
Praxisseminare: Ab dem 2. Semester besuchen Sie die Erstinterviewseminare und nach der Zwischenprüfung die Fallseminare und die Seminare zur Behandlungstechnik in Tiefenpsychologie und in Psychoanalyse.
Themen der vertiefenden Ergänzungsseminare sind u.a. Selbstpsychologie, Traumatherapie und Bindungstheorie.
Der Besuch zusätzlicher Themenseminare ist möglich.


Weiterbildungsregelungen der Ärztekammer:

Praxis:

  • Zusatztitel Psychoanalyse 600 Stunden Behandlung mit Supervision nach jeder 4. Stunde, 2 Behandlungen über 250 Stunden.
  • Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie: die ambulanten Langzeittherapien: 6 Einzeltherapien über 50 bis 120 Stunden pro Behandlungsfall.
  • Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie:  240 Stunden Behandlungen.

Theorie:

  • Zusatztitel Psychoanalyse 240 Stunden Seminar.
  • Facharzt Psychosomatik und Psychotherapie 240 Stunden Seminar.
  • Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie 100 Stunden Seminar.

 

Zeitschienen an der APH
vor der Zwischenprüfung:

ZeitMontag
19.00 UhrGrundlagen Theorie
20.30 UhrGrundlagen Klinisch

nach der Zwischenprüfung:

ZeitDienstag
19.00 UhrTiefenpsychologie Klinischer Kurs
20.30 UhrThemenseminare

 

Kosten und Einnahmen

Die Kosten und Einnahmen sind unterschiedlich je nach Weiterbildungsverlauf und nach den allgemeinen Bedingungen. Sie können nur überschlägig kalkuliert werden (daher sind alle Angaben ohne Gewähr).

Allgemeine Kosten bei sog. “verklammerter Ausbildung” (PA & TP)
Die Semestergebühren betragen z. Zt. € 450, in 10 Semestern also:  – €  4.500
Supervision von 20 Erstinterviews (à € 80 ±10 %), ca.:                        – €  1.600
2 Prüferhonorare Vorkolloquium à € 80:                                                – €     160
600 Stunden Lehrtherapie (à € 80 ±10 %), ca.:                                    – € 48.000
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Gesamt                                                                                                 – € 54.260

 

Einnahmen und Kosten aus Behandlungen unter Supervision
Die Vergütung der Behandlungsstunden ist abhängig vom aktuellen Punktwert sowie von der Höhe der Institutsambulanzabgabe. Derzeit erhalten die Kandidaten für eine Behandlungsstunde (nach Abzug der Ambulanzabgabe von derzeit 15%) ca. € 73. Der genaue Betrag richtet sich nach den aktuellen Gegebenheiten.

Einnahmen und Ausgaben bei 1.000 Stunden Behandlung
Einnahmen von ca.                                                                         + € 73.000
Supervisionskosten (250 Std.) von ca.:                                          –  € 20.000
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Gesamt                                                                                           + € 53.000